Sünder wider die närrischen Etikette werden sofort und hart bestraft. Der folgende Artikel erzählt wie.
Die ersten belegbaren Aufzeichnungen geben Auskunft darüber, dass seit dem Jahre 1939 die Mendiger Stadtsoldaten durch die Straßen ziehen, um närrische Sünder zu verhaften und vor das Feme-Gericht zu zerren - und das tun sie auch heute noch.
Als "närrische Sünder" gelten diejenigen, die gegen einen der elf Paragraphen des von den närrischen
Tollitäten erlassenen Narrengesetzes verstoßen haben. Diese werden sofort und hart bestraft.
Seit den Verhaftungen gibt es auch das sogenannte "Feme-Gericht", welches sich aus einem Richter, einem Ankläger
und einem Verteidiger zusammensetzt. Während es früher mit einem eigens dafür
hergerichteten Gefängniswagen zum Gericht ging, muss man sich heute anderer Fortbewegungsmittel
bedienen, um die "Sünder" zum Gericht zu karren. Hier sei erwähnt, dass es wegen der Offensichtlichkeit des "Verbrechens"
noch niemanden gelungen ist, sich erfolgreich zu verteidigen.
Auch heute noch ziehen jeden Veilchenienstag um 09.00 Uhr los, um die "Sünder wider die närrischen Etikette" ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Also aufgepasst! Denn irgendwann erwischen sie jeden!