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Kreisnarrentreffen in Saffig – KGO stellte sich vor
(vom 04.02.2010)
Die Rheinische Karnevals-Korporationen e.V. (RKK) mit Sitz in Koblenz hatte Vertreter aller Narrenvereinigungen aus dem Kreis Mayen-Koblenz nach Saffig zum 14. Kreisnarrentreffen eingeladen. Viele aktive Karnevalisten wissen um das Leid der Vertreter ihres Karnevalsvereins, die in engen Stuhlreihen sitzend, reihenweise Karnevalsvereine aufmarschieren sehen dürfen, damit Landrat und RKK-Präsident ihre Dankbarkeit für das Engagement um den Karneval mit einem Orden Ausdruck verleihen können.
Einzige Erlösung bieten dann die wenigen Darbietungen zwischen den endlosen Aufmärschen oder der Gang ins Raucherzelt, in dem man auch etliche Nichtraucher antreffen konnte. Zudem scheint die Lautstärke im Saal zu unterstreichen, wie wenig die anwesenden Narren das Geschehen auf der Bühne interessiert. Soweit zu meinem persönlichen Eindruck.
Ich will aber nicht alles schlecht reden. Generell finde ich den Gedanken gut, dass man Vereinsaktiven und Amtsinhabern für ihr ehrenamtliches Engagement dankt, denn diese Leistung ist heute nicht mehr selbstverständlich. Auch, dass der Dank von einer höheren Instanz als Vereinsebene/Ortsebene kommt, denke ich, ist wichtig. Denn solche Maßnahmen tragen dazu bei, das Ehrenamt zu unterstützen und andere für eine solche Arbeit zu motivieren. Auch ein freier Eintritt und die günstigen Getränkepreise, sowie die kostenfreie Versorgung mit Brötchen sind ein wichtiger Beitrag hierzu. Ein weiterer Punkt, der für eine solche verbandsübergreifende Veranstaltung spricht ist sicherlich der Austausch, der zwischen verschiedenen Vereinen zustande kommen kann. Daher möchte ich auch allen Beteiligten für ihre immense Vorbereitungsarbeit zum Gelingen dieser Veranstaltung danken!
Liebe Mitglieder des RKK, ist es aber nicht möglich, den Ablauf ein wenig zeitgemäßer zu gestalten?
Mein Vorschlag daher:
- Einmaliger Aufmarsch je eines Vereinsvertreters aller anwesenden
Vereine
- Ordensausgabe dann an den Vertreter oder bereits am Eingang, soweit überhaupt erforderlich
- Mehr Bewegungsfreiheit durch Stehtische und einige wenige
Sitzgelegenheiten
- Offizielle Dankesworte und Ehrungen zu Beginn (so kurz wie möglich, so lang
wie nötig)
- Tanz- und/oder Gesangsdarbietungen
- und dann: Karnevalsparty mit Musik und Möglichkeit zum Tanz
Aber weiter zur Veranstaltung. Höhepunkt der Veranstaltung bildet der Programmpunkt „Ein Verein stellt sich vor“. In diesem Jahr hatte hierzu die Karnevalsgesellschaft Obermendig die Gelegenheit. Und die ließ sich nicht lumpen. Mit einem gewaltigen Aufgebot an Aktiven marschierten Husaren, Elferräter, Golden Girls, Kellbachfunken, Möhnen, die Männershowtanzgruppe „Die Johannishöfer“ und unser Prinzenpaar Prinz Guido und Prinzessin Heike mit Hofstaat unter musikalischer Begleitung des Husarenmusikcorps in die Narhalla ein. In den Händen Luftballons in den Farben schwarz, rot und silber tragend, bot sich dem Zuschauer ein wirklich imposantes und edles Bild. Und ich nutze hier die Gelegenheit wiederholt zu schreiben, dass mir das Bild wirklich gut gefallen hat. Aber meine Meinung, dass schwarz keine geeignete karnevalistische Farbe ist, hat sich dadurch nicht geändert. Man nehme mir aber diese meine Meinung nicht übel, da dies ja nicht böswillig oder abwertend gemeint und nur Ausdruck meines persönlichen Geschmacks ist.
Auf der Bühne präsentierten sich unsere Obermendiger Freunde dann souverän, wie man es von ihnen gewohnt ist. Es wurden Ausschnitte aus den aktuellen Tänzen der Husaren, der Kellbachfunken, der Männershowtanzgruppe „Die Johannishöfer“ und der Golden Girls dem begeisterten Publikum gezeigt. Die Kostüme Letzterer haben mir persönlich besonders gut gefallen, obwohl schwarz mit rot und silber *grins*!
Nach dieser wirklich gelungenen Vereinsvorstellung folgten zwei weitere Programmpunkte;
u.a. die Leistungsgruppe von Karins Tanzgruppe.
Dieser Bericht ist wie immer subjektiv. (von Alexander B.)